Die Besitzerin einer Gärtnerei in Rheinhausen, bat uns um Hilfe. Sie versorgt drei Katzen in ihrem Garten und hatte jetzt die Sorge, dass sich die unkastrierten Katzen vermehren würden...

Liebe Tierfreunde!

Ich möchte mich erst einmal ganz, ganz herzlich für Ihre Unterstützung bedanken. Ohne Ihre Hilfe hätten wir vielen Fellnasen nicht helfen können.

Auch in diesem Jahr gibt es Schönes, aber leider auch Trauriges zu berichten.

Die Besitzerin einer Gärtnerei in Rheinhausen, bat uns um Hilfe. Sie versorgt drei Katzen in ihrem Garten und hatte jetzt die Sorge, dass sich die unkastrierten Katzen vermehren würden. Damit es nicht zu viele Katzen werden, sollten wir die drei einfangen um sie kastrieren zu lassen. Nach der Kastration könnten sie wieder zu ihr in den Garten, wo sie auch weiterhin mit Futter versorgt würden. Wir vereinbarten einen Einfangtermin. Als wir den Garten betraten, staunten wir nicht schlecht. Drei schneeweiße bildschöne Katzen tummelten sich im Garten. Leider waren die Mäuse wild. Wir fingen sie ein und brachten sie zur Tierklinik, wo sie am nächsten Tag kastriert wurden. Anschließend nahmen wir sie bei uns auf. Am fünften Tag kontrollierten wir die Wunde um sicher zu stellen, dass alles in Ordnung ist. Anschließend brachten wir die drei wieder zur Gärtnerei, wo sie schon sehnsüchtig erwartet wurden. Dort bekamen die Fellmäuse ihre ersehnte Freiheit wieder. Karin und ich hatten im Anschluss mal wieder ein lachendes und ein weinendes Auge. Die Besitzerin der Gärtnerei versprach uns, auf die Katzen aufzupassen und gut für sie zu sorgen.

Im Garten einer Tierfreundin fand sich hin und wieder ein roter Kater ein. Sie gab ihm den Namen Ole. Immer wenn er kam, wurde er mit Futter versorgt. Nachdem Ole lange Zeit verschollen war, stand er eines Tages wieder im Garten. Ole war in einem desolaten Zustand. Sein Fell war struppig, ein Auge total zugeschwollen und das andere war feuerrot und tränte. Die Dame packte den Kater kurzerhand in eine Transportbox und rief uns an. Wir trafen uns in der Tierklinik. Die tierärztliche Untersuchung ergab, dass das zu geschwollene Auge nicht mehr zu retten war. Das andere Auge war so entzündet, dass Ole damit auch nicht mehr sehen konnte. Er war eigentlich blind. Außerdem hatte er keinen einzigen Zahn mehr im Maul, so dass der Tierarztsein Alter weit über 10 Jahre schätzte. In seinem Leben musste er wohl zahlreiche Kämpfe bestritten haben, denn seine Haut am Kopf war mit unzähligen Narben versehen und die Ohren waren mit Ohrmilben befallen. Ole sollte trotz seines Alters auch eine Change bekommen und wurde am nächsten Tag operiert. Ein Auge wurde entfernt und das andere so behandelt, dass er es erst einmal behalten konnte. Mit der Kastration zusammen verlief die OP ohne Komplikationen. Es stellte sich auch nicht die Frage, wo bekommen wir ein schönes Zuhause für Ole. Die Tierfreundin hatte sich schon entschlossen, dass Ole seinen Lebensabend bei ihr verbringen kann. Karin und ich besuchten Ole jede Woche, um ihm die Ohren zu säubern und um zu helfen, sein Auge mit Salbe zu versorgen. Wir freuten uns sehr darüber, dass sich sein Gesundheitszustand von Mal zu Mal besserte. Besonders freuten wir uns darüber, dass Ole mit seinem verbliebenen Auge wieder sehen konnte.

Eines Tages rief uns eine junge Dame an und erzählte, dass sie einen jungen Kater aus schlechter Haltung übernommen hat. Da sie mit dem Kater nicht zu Recht kam, bat sie uns um Hilfe. Die Besitzerin war der Meinung, dass der Kater Freigang brauche, weil er, wenn sie von der Arbeit nach Hause kam, aufgeregt herumlief und nur spielen wollte. Um uns ein Bild von dem Kater machen zu können, besuchten wir sie. Als wir die Wohnung betraten, lief Blacky aufgeregt hin und her. Im Gespräch mit der Besitzerin stellte sich heraus, dass Blacky weit über 8 Std. alleine war. Wir beobachteten Blacky noch eine Weile und kamen zu dem Schluss, dass er nicht ausgelastet ist. Karin und ich empfahlen, mit Blacky mehr zu spielen, oder eine Zweitkatze anzuschaffen. Die junge Dame erzählte uns, dass Sie für ihre Ausbildung viel lernen muss und es zeitlich nicht schafft, mit Blacky mehr zu spielen. Eine Zweitkatze könnte sie sich finanziell nicht leisten. Für Blacky war die Situation nicht sehr schön. Wir einigten uns, für Blacky ein neues Zuhause zu suchen. Er sollte ein Heim mit einem Spielkameraden bekommen.

Nach einigen Wochen konnten wir Blacky zu einem gleichaltrigen Kater nach Gelsenkirchen vermitteln. Mit seinem neuen Kumpel Taxi verstand er sich sofort. Nach einer Woche telefonierten wir mit den neuen Besitzern. Blacky fühle sich sehr wohl und ist sehr ausgeglichen. Er und sein Kumpel Taxi haben sich gesucht und gefunden. Wir freuten uns sehr darüber, dass sich die beiden so gut verstehen.

In diesem Jahr riss es mit Abgabetieren nicht ab. Norbert, ein Arbeitskollege, fragte mich, ob ich ihm bei der Vermittlung seines Hundes helfen könne. Jacko ist leider ein Scheidungsopfer und muss nach 10 Jahren in der Familie noch mal in ein neues Zuhause umziehen. Da Jacko mir leid tat, übernahm ich natürlich die Vermittlung.

Ich rief Petra an, eine tierliebe Freundin von Karin und mir und schilderte ihr die Situation von Jacko. Da Petra selbst zwei Hunde hat, war sie fassungslos. Nach ein paar Tagen rief mich Petra an und erzählte mir, dass sie einen Interessenten für Jacko hätte.

Wir konnten Jacko zu einem Rentnerehepaar mit Haus und Garten vermitteln. Jacko hat sich gut in seinem neuen Zuhause eingelebt und freut sich, seinen Lebensabend in Geborgenheit verbringen zu dürfen. Leider haben viele Tiere nicht das Glück wie Jacko und landen im Tierheim. Karin und ich freuten uns wahnsinnig, dass Jacko solch ein Glück hatte.

Peggy, eine 19- jährige verwilderte Hauskatze, die bei uns lebte, machte uns große Sorgen. Der ein oder andere wird sich vielleicht noch an sie erinnern. Peggy war damals sehr krank und sollte eingeschläfert werden. Sie bekam bei uns die Change weiter zu leben. Wir haben sie vor einigen Jahren bei den Stadtwerken eingefangen und sehr lange medikamentös behandelt. Da sie keine Zähne mehr hatte und schon 16 Jahre alt war, bekam sie ihr Gnadenbrot bei uns. Peggy blühte noch mal so richtig auf und nutzte ihre Change. Mit zunehmendem Alter wurde sie leider immer kränklicher. Peggy verweigerte immer öfters die Nahrungsaufnahme und hatte immer wieder Verstopfungen.

Blutuntersuchungen und Röntgenbilder ergaben keine Anhaltspunkte einer Erkrankung. Peggy nahm immer mehr ab und lag nur noch in ihr Körbchen. Als sie wiederum die Nahrung verweigerte, kniete ich mich vor ihr Körbchen und streichelte sie. Ich fühlte mich schlecht und fragte mich, ob wir ihr diesen Zustand noch zumuten können. Karin stand neben mir und wir schauten uns fragend an. Ich merkte, wie mir die Tränen in die Augen kamen. Karin und ich hatten den gleichen Gedanken, Peggy von ihrem Leiden erlösen zu lassen. Wir betteten Peggy in einen Transportkorb und fuhren zu unserer Tierärztin. Peggy wurde untersucht und die Tierärztin sagte uns, dass es das Beste sei, sie zu erlösen. Für Peggy sollte es die letzte Tierarztreise gewesen sein. Während sie die Narkosespritze bekam, streichelten wir sie und verabschiedeten uns von ihr. Peggy schlief ganz friedlich ein. Karin und mir liefen die Tränen, aber wir trösteten uns damit, dass Peggy nicht mehr weiter leiden muss.

Von einer weitläufigen Nachbarin wurden wir informiert, dass in Rumeln-Kaldenhausen eine Katzenmutter mit ca. 4 Wochen alten Babys, in einem verfallenen Schuppen lebt. Karin und ich fuhren nach Rumeln zu diesem besagten Schuppen. Tatsächlich liefen dort sechs hübsche Katzenbabys mit ihrer Mama herum. Diana, die die Katzen dort versorgte, erzählte uns, dass diese Katze im Frühjahr auch schon 4 Babys geboren hatte und jetzt schon wieder 6 Babys hat. Damit nicht noch mehr Nachwuchs kommt, sollten wir die Katzen kastrieren lassen. Die Katzenmama und die im Frühjahr geborenen Katzen, könnten nach der Kastration dort wieder freigesetzt werden. Wir einigten uns darauf, dass die Katzenmama und ihre Babys mit zu uns nach Hause kommen. Da die anderen vier Katzen schon sehr zahm waren, konnte Diana sie paarweise zu unserer Tierärztin bringen. Am nächsten Tag wurden sie kastriert und anschließend kamen sie zu uns. Bei uns wurden sie gepäppelt und nach vier Tagen wieder in ihre Freiheit entlassen. Nachdem die Katzenbabys alle feste Nahrung zu sich nahmen, haben wir die Mutter kastrieren lassen. Wir entschlossen uns, die Katzenmama auch zu behalten um ihr ein schönes Zuhause zu beschaffen. Dicky, so nannten wir die Katzendame, machte uns nach einiger Zeit Sorgen. Da sie sehr ausgemergelt war, fraß sie sehr viel und nahm nicht zu. Trotz Entwurmung setzte Dicky Unmengen an aufgequollenem Kot ab. Wir entnahmen Kotproben und ließen diese bakteriologisch untersuchen. Die Untersuchung ergab, dass Dicky´s Darm durch Bakterien entzündet war. Dicky hat die Entzündung durch Gabe von Antibiotika gut überstanden. Katzenmama Dicky und alle Babys konnten wir in ein gutes Zuhause vermitteln.

Im Juni hatten wir im Fressnapf Rheinhausen wieder einen Infostand. Durch das schöne Wetter hatten wir sehr viel Zulauf und konnten viele Tierbesitzer über unsere Tierschutzarbeit und Aktivitäten informieren. An erster Stelle der Diskussionen stand natürlich das Kastrieren von freilebenden Katzen und Freigängern. Es gibt immer noch Katzenbesitzer, die ihre Freigängerkatzen nicht kastrieren lassen. Den ein oder anderen konnten wir überzeugen, ihre Katze kastrieren zu lassen. Leider kam es auch oft zur Sprache, dass die Behandlungskosten für Hunde und Katzen, sowie die Kastrationen sehr teuer geworden sind. Menschen mit niedrigen Einkommen können sich diese Kosten ganz einfach nicht mehr leisten. Mittlerweile gibt es Organisationen, die solchen Menschen Hilfestellung geben, so dass ihre Tiere nicht ins Tierheim abgegeben werden müssen.

Krümel, ein 13- jähriger wunderschöner Kater, verlor sein Zuhause, weil sich die Eheleute getrennt haben. Wir konnten ihn bei einer Bekannten unterbringen. Krümel brauchte einige Zeit um sich mit der vorhandenen Katze, namens "Hexe" anzufreunden. Mittlerweile kommen die zwei sehr gut miteinander aus und Krümel freut sich, in seinem Alter noch ein schönes und behütetes Zuhause bekommen zu haben. Er ist ein richtiger Schmusekater, der jede Streicheleinheit genießt.

Jule, unsere Katzendame aus Buchholz, mussten wir im Dezember 2011 ein zweites Mal wegen ihrer Blasensteine operieren lassen. Trotz eines Spezialfutters bekam sie im Juli 2012 wieder Probleme mit Blasensteinen. Wir versuchten mit Antibiotika und homöopathischen Mitteln eine dritte OP soweit wie möglich zu vermeiden. Leider gelang es uns nicht. Im Februar 2013 mussten wir Jule ein drittes Mal wegen der Blasensteine operieren lassen. Karin und ich machten uns große Sorgen um Jule, weil wir noch nicht wussten wie wir die Entstehung von Oxalatsteinen verhindern können. Die Operation verlief ohne Komplikationen und Jule erholte sich recht schnell. Wir suchten Nächte lang im Internet nach einem Mittel gegen Blasengries. Fündig wurden wir auf einer Internetseite "Naturheilkunde bei Tieren". Dort wurde beschrieben, dass Chinesische Heilkräuter gegen Blasengries und Blasensteine eingesetzt werden können. Die Kräuter hätten keine Nebenwirkungen und könnten ein Leben lang gegeben werden. Wir fanden auch viele Referenzen, die das bestätigten. Mit unserem Tierarzt besprachen wir uns, ob wir Jule dieses Mittel verabreichen können. Da unser Tierarzt gegenüber der Homöopathie offen ist, befürwortete er diese Maßnahme.

Seit März 2013 bekommt sie 2 x am Tag eine Kräutertablette und am 09.04.2013 konnten wir eine erste Urin- Probe von Jule ins Labor, zur Analyse geben. Wir freuten uns wahnsinnig über die Mitteilung, dass kein Blasengries mehr gefunden wurde. Uns viel ein Stein vom Herzen und wir hoffen nun, dass es so bleibt.

So wie die Jahre zuvor, haben wir auch in diesem Jahr unsere gesammelten Sachspenden an ein Tierheim ins Ausland weitergegeben. Dieses Mal gingen die Sachspenden nach Griechenland, auf die Insel Samos. Dort werden die Sachen dringend gebraucht.
Liebe Tierfreunde,

die Versorgung von kranken und verletzten Tieren wird von Jahr zu Jahr teurer, so dass wir uns immer am finanziellen Minimum befinden. Wie Sie an Ole, Dicky, Peggy, Jule und Co. sehen können, verschlingen Klinik- und Laborkosten, sowie Medikamente und Operationen, sehr viel Geld. Um die Versorgung von notleidenden Tieren und die wichtigen Kastrationen von verwilderten Hauskatzen bezahlen zu können, bin ich auf Ihre Unterstützung angewiesen. Deshalb bitte ich Sie recht herzlich, mir weiterhin treu zu bleiben. Unser Ziel ist es, die Kastrationsprojekte auszuweiten, denn nur so können wir das Katzenelend in der Zukunft beeinflussen.

Ich möchte mich noch einmal bei Ihnen für Ihre Unterstützung bedanken und verbleibe mit lieben Grüßen

Ihr Wolfgang Pixa